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7. Tag: Freitag 19.09.2008 - Viehbergalm
Wetter: sonnig, leicht bewölkt
Viehbergalm (erst wird’s steil, dann wird´s steiler)
Heute geht es zum Klassiker in unserem Tourengebiet, eine sehr schöne, technisch einfache Tour.
Gemeinsam fahren wir auf dem Ennstalradweg über harmlose Hügelkuppen nach Gröbming. An der Kneippanlage erläutern die beiden Tourenguides wie es nun weitergeht.
Mann achte hier auf die Handzeichen der beiden Guides. Alles klar?!!
Hier trennen sich unsere Wege. Thomas fährt mit seiner Gruppe auf noch unbekannten Wegen um den Mitterberg und weiß auch noch, wo man einen guten Kaffee bekommt.
Für alle anderen (bis auf Michel) ist es jetzt "Schluss mit lustig!"
Ab hier beginnt der bis zu 25 Prozent steile Anstieg in den berüchtigten Öfen. Unter hohen Felswänden fahren wir in sechs Kehren 160 Höhenmeter am Stück mit einer durchschnittlichen Steigung von mehr als 20 Prozent hinauf.
Die Öfen heizen uns gewaltig ein und gehören zum konditionellen Höhepunkt unserer Radwoche.
Bei der Weiterfahrt zum unterhalb der Kammspitze gelegenen Plateaus des Viehberges finden wir unterwegs immer wieder Pfadfinderzeichen die uns den richtigen Weg weisen.
An der Viehbergalm erwartet uns bereits Michel, er hatte sich in der Pause schon mal alleine auf den Weg gemacht und uns die Wegezeichen gesetzt. Zu unserer großen Freude hat dort die Ritzinger Hütte geöffnet.
Wir machen es uns in der Hütte bei der Sennerin Marianne gemütlich:
Der Michel gibt eine Runde Bikernahrung vom Feinsten aus. Steirerkrapfen süß oder salzig mit Steirer Käse.
Ein Herzliches Dankeschön dem edlen Spender!
Auf einem breiten gut fahrbaren Schotterweg lassen wir es entlang des Klausgraben den Berg hinab laufen. Respekt zollen wir hier unseren Trekkingbikeradlern Bärbel und Ralf. Mit den schmäleren Reifen und dem geringeren Federweg bzw. gar keinem Federweg (Ralf), ist das harte Arbeit. Wer hier auch einmal inne gehalten hat, konnte während der Abfahrt das herrliche Panorama mit dem Blick auf das Salzkammergut genießen.
Im Tal angekommen, fahren wir am Salzastausee weiter. Der Stausee liegt tief eingebettet zwischen den Ausläufern des Grimmings und dem Kemetgebirge. Hier werden auf 5 km Länge bis zu 11 Millionen m³ Wasserinhalt gespeichert. Dieses Jahr befindet sich aber nur Rinnsal im Stausee weil die Staumauer renoviert wird.
Umso beeindruckender ist die Fahrt entlang der tief eingeschnittenen Felswände. Das auf der gegenüberliegenden Seite sich in den Felswänden brechende Sonnenlicht, bereitet uns auf der letzten Tour eine wunderschöne Stimmung.
Alles klar?
Über Tipschern fahren wir zurück nach Gröbming. In der Abfahrt von Gröbming verrät ein Blick in die Karte noch einen lukrativen Singletrail an der Enns entlang. Um diesen Trail zu erreichen durchqueren wir mit der Gruppe eine Weide. Die Rindviecher schenken uns keine weitere Beachtung, wir sind hier inzwischen gut akzeptiert. Der schmale Trail entlang der Enns ist dann ein letztes Highlight dieser erlebnisreichen Woche.
Tourendaten:
Gesamtlänge: 68 km
Fahrzeit: 4:20 h
Summe Steigungen: 1300 m
Summe Gefälle: 1280 m
Höchster Punkt: 1497 m
8. Tag: Samstag 20.09.2008 - Heimreise
Bärbel bricht bereits sehr früh auf, weil sie von Schladming aus mit dem Zug nach Hause reist. Unser Busfahrer Ralf und Dominik sind rechtzeitig angereist. Nachdem Frühstück werden um 8:30 Uhr die Fahrräder verladen.
Um 9:15 Uhr geht es pünktlich los. Vor München machen wir auf einem Rasthof kurz nach 11:00 h eine kurze Pause. Um 13:00 h erreichen wir den Hauptbahnhof in München. Diesmal sind wir gleich über die Arnulfstraße angefahren. Hier verlassen uns Carola, Friedl und Harald. Fahrrad- und Gepäck ausladen, persönliche herzliche Verabschiedung von den Dreien geschieht in weniger als 10 Minuten. Wir sind inzwischen perfekt aufeinander eingespielt!
Bequem und sicher erreichen um 16:15 Uhr wieder den Busbahnhof am Stuttgarter Hauptbahnhof. Wir verabschieden uns untereinander herzlich.
Fazit:
Die herzliche und familiäre Atmosphäre bei Hartwegers macht einen Urlaub in der Steiermark immer wieder zu einem unvergesslichen Erlebnis. Das Wetter war in den ersten Tagen nicht besonders einladend. Alleine wären da sicher die wenigsten von uns so aufs Bike gestiegen. In der Gruppe hat uns das Biken dann aber viel Spaß gemacht. Dem Gefühl der Kälte zu trotzen und dabei die Schönheit der Natur auch bei solchen Witterungsbedingungen zu entdecken hat uns als Gruppe näher zusammengebracht.
Alle Teilnehmer verfügten über eine gute Selbsteinschätzung und haben sich in die richtige Gruppe eingeordnet oder sich auch einmal eine Auszeit gegönnt.
Einen besonderen Dank geht an unseren zweiten Tourenleiter Thomas. Durch seine Ortskenntnis, sein ruhiges und sehr sympathisches Auftreten sind wir beim Biken mit ihm immer gut aufgehoben.
Agathe und Bea, die sich uns spontan angeschlossen haben, meldeten sich unmittelbar nach der Rückkehr aus dem Urlaub beim ADFC und haben dem ADFC eine Spende überwiesen. Vielen Dank dafür!


