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Zum radfahrerfreundlichen Unternehmen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter radeln sich gesund:
Gewinner sind auch die Unternehmen!

Gesunde Mitarbeiter und ein positives Firmenimage tragen erheblich zum Erfolg eines Unternehmens bei. Wie lassen sich Gesundheitsbewusstsein, umweltgerechtes Handeln und wirtschaftliche Interessen sinnvoll verknüpfen? Eine Steigerung des Radanteils bringt Vorteile auf allen diesen Ebenen!
Mitarbeiter, die ihren Weg zur Arbeit radelnd zurücklegen, sind gesünder, motivierter und „frischer“ am Arbeitsplatz. Schon täglich eine halbe Stunde auf dem Fahrrad reduziert die Risiken krank zu werden erheblich. Das betrifft vor allem die Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die durch unseren bewegungsarmen Alltag und Stress verursacht werden und die die meisten Kosten für unser Gesundheitswesen ausmachen.

Von mehr Gesundheit profitieren natürlich auch die Unternehmen durch einen niedrigeren Krankenstand und motivierteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Zudem sparen Unternehmen/ Verwaltungen Platz und Kosten, wenn mehr mit dem Rad statt mit dem Auto kommen, und sie können sich innovativ und gesundheitsbewusst darstellen.

Praxisbeispiele:
Mit der Frage: „Wie können wir das Thema Radfahren intern voranbringen und mit wie viel Radlern können wir rechnen?“ trat der Bereich Personal der SICK STEGMANN GmbH an die Betriebsberatung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Baden-Württemberg heran. Der ADFC hat für das Unternehmen ermittelt, wie hoch die Radanteile kurz- und mittelfristig sein können und welche Maßnahmen für die Ausschöpfung dieser Potenziale ergriffen werden sollten. Diese "erste" Betriebsberatung in Baden-Württemberg ist  im nationalen Radverkehrsplan dokumentiert.

Aktuell laufen z.B. Projekte bei der Stadtverwaltung Tübingen und auf der Insel Mainau. Ein Baustein ist hier jeweils ein medizinisch begleiteter Umstieg vom Auto aufs Rad. Die Testkandidatinnen und -kandidaten fühlen sich durchs Radeln nicht nur fitter, sondern bekommen es durch die Untersuchungsergebnisse auch noch schwarz auf weiß, wie gut das Pedalieren ihnen tut!

 

 

Jedes Unternehmen kann den Radverkehr fördern!
Betriebsberatung und Zertifizierung durch den ADFC

Jeder Betrieb kann vom ADFC hinsichtlich der Potenziale und der Fahrradfreundlichkeit „unter die Lupe genommen werden“. Auf dieser Basis können langfristig die Radverkehrsanteile gesteigert werden.
Der ADFC erstellt individuelle Unter­neh­menskonzepte, die folgende Handlungs­felder umfassen:

  • Infrastruktur (Abstellanlagen, Duschen und Umkleideräume,  Dienstfahrräder, Servicestationen, Karte mit Strecken zum Betrieb),
  • interne und externe Kommunikation (Informationen zum Rad im Intranet,
    Öffentlichkeitsarbeit, Fahrradtag, Betriebsausflüge),
  • Fitness und Gesundheit (Fitness-Coaching, Gesundheits-Checks),
  • Zusammenarbeit mit Dritten (Kommunen, Fahrradverleihfirmen, Krankenkassen, Verkehrsbetriebe).

Aufbauend auf einer Bestandsanalyse leitet der ADFC für die genannten Bereiche Handlungsempfehlungen ab. Das Ergebnis der Untersuchungen wird in einem Bericht dokumentiert, der auch die Maßnahmen beschreibt, die für das ADFC-Zertifikat „Radfahrerfreundlicher Betrieb" umzusetzen sind. Diese Auszeichnung kennzeichnet innovative, gesundheitsbewusste, dynamische Unternehmen.

Paul Lange & Shimano in Stuttgart und die Wala Heilmittel GmbH in Bad Boll sind als erste Arbeitgeber bundesweit 2007 mit dem Zertifikat "Fahrradfreundlicher Betrieb" ausgezeichnet worden. Beide Firmen haben bezüglich ihrer Fahrradfreundlichkeit Vorbildcharacter. Der Radanteil bei Paul Lange liegt deutlich über dem Stuttgarter Durchschnitt. Wala belohnt die Radler jedes Jahr mit einem kostenlosen Radcheck, Gutscheinen und Prämien.

 


Den Bereich Betriebsberatungen beim ADFC Baden-Württemberg leitet Frau Dr.-Ing. Silvia Körntgen: silvia.koerntgen(..at..)adfc-bw.de

 



Drucken     PDF-Version    Versenden          Letzte Änderung: 5.03.2010