Radfalle Eppelheim

Der ADFC-Kreisverband wurde gebeten an einer kritischen Betrachtung der Fahrradsituation in Eppelheim mitzuwirken. Die Einladung kam von der Grünen Fraktion Eppelheim.(siehe auch RNZ 29.10.2011 "Sicher mit dem Rad unterwegs" "Wo radeln gefährlich ist")

Als Vorinformation kam eine Übersichtskarte mit den zu besprechenden Punkten und nachfolgendes Faktenblatt (als Orientierung hier der Verweis auf den Stadtplan):

 

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Faktenblatt „Radverkehr in Eppelheim“

 

Aktuelle Situation

 

      Verkehrsgutachten Bender + Stahl (Februar 2005):

     Anteil Radverkehr: 18 % (Stand 2004)

 Optimale Voraussetzung für Nutzung des Fahrrads durch flache Topographie und kurze Wege à Erhöhung des Radverkehrs sinnvoll

 Schwachstellen + Verbesserungsvorschläge:

 -          Ausweisung einer Fahrradstraße an Richard-Wagner-Straße u. südliche Mozart-Straße bis Peter-Böhm-Straße (= Hauptroute Schülerradverkehr)

 -          Sicherung des Knotenpunkts Rudolf-Wild-/Richard-Wagner-Straße durch farbige Markierung u. Anbringung Verkehrsschild „Radfahrer kreuzen“ (= hohe Kfz-Belastung u. starker Schülerradverkehr)

-          Errichtung Radweg am südlichen Ortseingang (= erhöhte Geschwindigkeit + fehlende Radwegverbindung zwischen Schulzentrum u. Sportanlagen, fehlende Verbindung zwischen Wingertspfad / Hermann-Wittmann-Straße)

 -          Modernisierung und Erweiterung der Fahrradabstellanlagen an Straßenbahnhaltestellen (= Steigerung Attraktivität für Bike+Ride-Kunden; Austausch unkomfortabler „Felgenklemmen“ durch moderne Bügelsysteme)

 -          Markierung einer Route vom Radweg an Schwetzinger Straße ins Zentrum über Wirtschaftsweg an L543 (z.B. über Konrad-Adenauer-Ring, Heinrich-Schwegler-Straße oder Jakob-Rupert-Straße)

 -          Ermöglichen des Geradeausfahrens aus Wieblinger in Scheffelstraße am Knotenpunkt Wieblinger/Haupt-/Scheffelstraße (= Wieblinger Straße mit Seestraße à Hauptroute für Radfahrer aus Norden; derzeit nur Rechsteinbiegen möglich)

 -          Wegweisende Beschilderung à überregionales und innerstädtisches Radroutenkonzept (= Ziel: Bündelung der Radverkehrsströme; überregional umgesetzt, s. unten)

       Polizeibericht:

 -   Zunahme Unfälle mit Radfahrerbeteilung bis Mai 2011 gegenüber Vorjahr (von 2 auf 9)

 Umgesetzten Maßnahmen

       Länge ausgebautes Radwegenetz: ca. 550 Meter*), davon:
-   einseitiger Radweg Grenzhöfer Straße (ca. 100 Meter)
-   einseitiger Rad-/Fußweg Konrad-Adenauer-Ring (ca. 100 Meter)

     -   zweiseitiger Rad-/Fußweg Wieblinger Straße an Autobahnbrücke (ca. 50 Meter auf Eppelheimer Seite)

     -   Rad-/Fußweg am Wingertspfad entlang ehemalige Bahntrasse (ca. 100 Meter)

     -   einseitiger Rad-/Fußweg Schwetzingerstraße Richtung Plankstadt (ca. 200 Meter)

       Freigabe der meisten Einbahnstraßen für Radverkehr in beide Richtungen

       Einrichtung von Radfahrstreifen an Ampelkreuzung Haupt-/Mozart-/Hildastraße zur sicheren Nord-Süd-Radquerung (Schulweg)

       Ausschilderung überregionale Radrouten (z.B. Kurpfalzroute, Panoramaweg)

 Geplante / angedachte Maßnahmen

       Verbreitung Fuß-/Radwege auf beiden Seiten der Autobahnbrücke an der Hauptstraße im Zuge der Erneuerung der Brücke (voraussichtlich Baubeginn 2014)

       Bau einer Unterführung unter der neuen Bücke entlang der A5 zur Schaffung einer sicheren Nord-Süd-Radquerung (Schulweg)

       Einrichtung eines einseitigen Radwegs an der Kreuzung Leonie-Wild-Weg/Rudolf-Wild-/Hermann-Wittmann-Straße im Rahmen des Bebauungsplans Gewerbegebiet Süd (s. B-Plan)

 * geschätzt; genaue Längenangaben werden nachgereicht

 

 

1. Nordwestliche Ortseinfahrt Wieblinger Str.

 

An der Kreuzung Schubertstraße habe ich (Norbert Schön) eine Vorbeifahrspur mit aufgeblasenem Wartebereich vor der Ampel vorgeschlagen. Auf der anderen Seite (ortsauswärts) wäre eine Verbreiterung des Gehwegs sinnvoll, damit der gemeinsame Geh- und Radweg schon nach der Kreuzung anfangen kann. Jedoch wird es mit beiden Maßnahmen wahrscheinlich knapp wegen des Straßenquerschnittes.

 

Die Kreuzung zur Hauptstraße soll insofern verändert werden, dass Fahrradfahrer die Möglichkeit gegeben wird in die Scheffelstraße zu kreuzen. Dies kann durch eine Aufstellfläche mit Fahrradsymbol und Geradeauspfeil erreicht werden.

 

2. Westliche Ortseinfahrt Eppelheimer Straße

 

Die Brücke soll neu gebaut werden, somit wird sich das Platzangebot verändern. Jedoch wären Sofortmaßnahmen angebracht, die die gefährliche Situation jetzt entschärfen. Dies liese sich durch rot eingefärbte Ein- und Ausschleifungen des Brückenradweges bewerkstelligen. Diesen schon ab der Mozartstraße beginnen zu lassen ist wünschenswert, jedoch müssen die Straßenquerschnitte noch untersucht werden.

 

3. Hauptstraße

 

 

Die Hauptstraße ist wegen seiner Enge und der Straßenbahn ein größeres Problem!

 

Die verzwickte Situation könnte durch einen zweigleisigen Ausbau der Schienen und die Herausnahme der Parker etwas entschärft werden. Schienen sind natürlich für Fahrräder immer ein Problem, jedoch aus der Gesamtsicht ist die Zweigleisigkeit ein Vorteil.

 

Eine andere Möglichkeit wäre beidseitige Schutzstreifen für die Straßenteile ohne Schienen und Parker.

 

 

4. Hilda-/Mozart-/Richard-Wagner-Str.

 

ADFC empfiehlt auch Fahrradstraßen in unmittelbarer Schulnähe.

 

 

Kreuzungsbereich Mozart-/Haupt-/Hildastraße hat schon teilweise vorbildliche Radspuren

 

 

 

 

5. Südliche Ortseinfahrt Rudolf-Wild-Straße

 

ADFC-Empfehlung: im bebauten, innerörtlichen Teil: beidseitig Angebotsstreifen ohne Mittelstreifen; außerorts: beidseitiger Fahrradstreifen um Wildwerke und neues Gewerbegebiet besser erreichen zu können.

 

 

 

 

 

 

7. Grenzhöfer Str.

 

Schlechtes Beispiel eines innerörtlichen Bordsteinradweges: hier gibt es für ein kurzes Stück einen Radweg, teilweise hinter Bepflanzung und parkenden Autos, der wieder unvermittelt im Nichts aufhört!

 

Vorschlag (bei allen Ausfallstraßen): innerorts beidseitige Radstreifen/Schutzstreifen, außerorts Radweg