Runder Tisch Radverkehr (1)

06.07.10

Mannheim. Als Teil des 21 Punkte-Programmes zur Förderung des Radverkehrs wurde ein "Runder Tisch Radvekehr" einberufen. Vertreten sind die Nutzergruppen wie ADFC oder VCD, Träger öffentlicher Belange wie IHK und RNV, der Stadtrat sowie Polizei und Verwaltung.

In einer ersten Sitzung wurden am 6. Juli 2010 Fragen aus dem Bereich "Lückenschluss" und "Befahrung der Fußgängerzone" besprochen.

Die Priorität im Bereich "Lückenschluss" liegt bei Verbesserungen im Innenstadtbereich. Bereits im Ausschuß für Umwelt und Technik (AUT) am 15.6.2010 beschlossen wurde der Radfahrstreifen am Friedrichsring. In gleicher Sitzung wurde auf Antrag der Grünen (266/2010) zugesagt, eine Verwaltungsvorlage zur Einrichtung einer Fahrradspur (Bus frei) auf der Bismarckstraße zu erstellen.

Am Wasserturm wird eine Radverkehrsanlage im Rahmen des Planken-Wettbewerb geplant. Im Rahmen des Entwicklungskonzeptes für die Innenstadt (EKI) ist die Planungsaufnahme für den Kaiserring für Herbst 2010 vorgesehen.

Diese Maßnahmen wurden, durchaus bei unterschiedlicher Gewichtung der Teilnehmer, insgesamt postiv beurteilt.  

Bei der Diskussion der "Befahrung der Fußgängerzone" schieden sich die Geister: eine Freigabe in den Abend- und Nachtstunden (Verwaltungsvorschlag: 20 - 8 Uhr) wurde noch allgemein akzeptiert, wenn auch verschiedene Präferenzen zu den genauen Freigabezeiten geäußert wurden.

Die zusätzliche ganztägige Genehmigung zur Überquerung der Fußgängerzone an bestimmten Stellen wie am Paradeplatz und Marktplatz ist für die Struktur des Radverkehrsnetzes von besonderer Bedeutung, wurde aber aufgrund des Konfliktpotentials mit Fußgängern und Stadtbahnen vor allem von Polizei und Verwaltung abgelehnt.

Die Befahrung der Fußgängerzone mit Fahrrädern muss zudem aufgrund des Stadtbahnverkehrs von der Technischen Aufsichtsbehörde für Straßen- und Stadtbahnen in Stuttgart genehmigt werden.


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