Login für Aktive:
Verkehrsminister Hermann weiht Fahrradzähler in drei Städten ein
Am Donnerstag, den 26.05.2012, weihte Verkehrsminister Hermann in drei Städten die ersten Fahrradzähler in Baden-Württemberg ein. Mit den fest installierten Fahrradzählern kann nun in Freiburg, Offenburg und Karlsruhe die Anzahl der täglichen Radfahrer und Radfahrerinnen dokumentiert werden. „Mit diesem hochwertigen Preis wollen wir das Engagement und die „Vorradlerrolle“ der drei Städte belohnen und gleichzeitig ein sichtbares Zeichen setzen, dass für uns jeder Radler zählt“, sagte Verkehrsminister Hermann.
Die Fahrradzähler waren Teil des Preises den die Städte erhalten haben, als sie im Oktober 2011 als „Fahrradfreundliche Kommune“ ausgezeichnet wurden. Um eine Zertifizierung als fahrradfreundliche Stadt zu erhalten, muss ein zielgerichtetes Gesamtkonzept, das eine erfolgreiche und nachhaltige Radpolitik demonstriert vorgewiesen werden. Die fahrradfreundlichen Städte Karlsruhe, Freiburg und Offenburg bieten zum Beispiel mit einem dichten Radwegenetz, einem kostenlosen Fahrradverleih, einem öffentlichen Leihradsystem, einem Fahrradstadtplan und Infotafeln ein vielseitiges Angebot für Radfahrer und Radfahrerinnen.
Jeder Radfahrer zählt
Zusätzlich zur Zertifizierung erhalten die Kommunen jeweils einen Fahrradzähler. Das Besondere an einem Fahrradzähler ist, dass diese gut
sichtbar für Radfahrer sind. Auf einem Display kann jedermann die tages- und die jahresaktuelle Anzahl der Radfahrenden ablesen. Die Anzahl der Radfahrer ist jedoch nicht nur für Statistiken und Verkehrsplaner von Interesse, auch den Radfahrern wird gezeigt, dass jeder von ihnen „zählt“ und als Verkehrsteilnehmer ernst genommen wird. Die Bürger einer fahrradfreundlichen Kommune können sich somit als ein wichtiger Teil ihrer Stadt identifizieren. Die Auszeichnung bedeutet aber nicht, dass die zertifizierten Städte sich darauf ausruhen können. Damit die Auszeichnung wirklich mit Verbesserungen in der Radverkehrssituation verbunden ist, ist die Auszeichnung „Fahrradfreundliche Kommune“ zeitlich begrenzt – auf fünf Jahre. Die Stadt ist also gezwungen die Auflagen für ihre Erneuerungen einzuhalten und umzusetzen. Die zertifizierten Kommunen sollen aber nicht nur fahrradfreundliche Politik betreiben, sondern auch andere Städte und Gemeinden dazu anregen, ebenfalls auf eine nachhaltige und ambitionierte Radpolitik zu setzen.
Johannes Bruns, Sprecher des ADFC Freiburg, bat die Stadt Freiburg, mit ihren Bemühungen für mehr Radverkehr nicht nachzulassen. Die Badische Zeitung zitiert ihn in der Ausgabe vom 26. April 2012: "Karlsruhe hat Gas gegeben, mehr Geld investiert und Freiburg zuletzt abgehängt". Und weiter: "Das neue Freiburger Radverkehrskonzept sei Teil der notwendigen Aufholjagd. Die Kury der 'Fahrradfreundlichen Kommune' habe auch auf Sicherheitsmängel hingewiesen. Veraltete Radwege müssten dringend umgewidmet werden. Und Bruns verwies auf fehlende Mindestbreiten, etwa bei den Radspuren der neuen Heinrich-von-Stephan-Straße. Die sollten 2 Meter breit werden, erreichen aber nur 1,60 Meter." - so die Badische Zeitung.
Wo stehen diese Fahrradzähler?
- Freiburg: Konrad-Adenauer-Platz, an der Rampe der Wiwilibrücke
- Offenburg: Ecke Hauptstraße/Grabenallee
- Karlsruhe: Höhe Erbprinzenstr. 4



