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Fahrradtouren mit GPS
GPS = Global Positioning System
Was ist GPS?
Was soll das Ganze am Fahrrad?
Welche Ausstattung ist notwendig?
Wie kommt man zu einer mit GPS geführten Tour?
Wie fährt man mit GPS am Fahrradlenker?
Funktioniert das wirklich?
Die Zukunft?
Literatur
Links
CD-ROM-Karten
Hardware
Software
Was ist GPS?
Aus der Automobilbranche ist das System bereits seit einiger Zeit, meist als optionales Zubehör erhältlich, bekannt.Im erdnahen Orbit sorgen Satelliten in etwa 20.000 km Höhe für das Aussenden von Funksignalen, diese beinhalten die jeweiligen Bahndaten und die exakte Uhrzeit. Aus diesen Angaben und den Laufzeiten der Signale berechnet der Empfänger laufend den Standort auf der Erdoberfläche.
Durch den Empfang von mindestens drei Satelliten kann bereits eine sichere Kreuzpeilung stattfinden und damit ist eine Ortsbestimmung mit Angabe der geografischen Koordinaten auf der Erdoberfläche, auf bis zu 5 Meter genau, möglich.
Bei dem Empfang von mindestens vier Satellitensignalen ist auch eine Raumpeilung ( 3D-Peilung ) durchführbar. Das bedeutet es kann auch die Höhe über dem Meeresspiegel festgestellt werden.
Bei dem GPS-Empfänger handelt es sich um ein passives Navigationsgerät, es sendet selbst keine Signale aus, der Nutzer des Systems kann somit nicht geortet werden. Für das gezielte Herbeirufen eines Rettungsdienstes müsste der Standort mit anderen Mitteln übertragen werden.
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Was soll das ganze am Fahrrad?
Und überhaupt: Was hat Hightech mit Sonntagsnachmittagsradtouren zu tun?
Tatsächlich ist der Einsatz am Fahrrad eher dann sinnvoll, wenn man wirklich auf Tour geht, wenn also z.B. geplant ist von Freiburg aus, via Fernradweg nach Berlin zu reisen, oder die Absicht besteht mit dem Mountain-Bike eine nicht ausgeschilderte Tour auf Forstwegen aufzufinden. In diesen Fällen kann der Einsatz des GPS am Rad ausgesprochen hilfreich sein. Es können mit dem GPS-Empfänger auch Daten für die Dokumentation einer Radtour gesammelt werden.Zum Auffinden des nächsten Biergartens, respektive für den Weg zurück, kann GPS natürlich ebenfalls genutzt werden, die Beantwortung der Frage, ob das nun Sinn macht, sei dem durstigen Radler selbst überlassen.
Zurück zur Rad-Fernwanderung. Die Unternehmung sieht vor, dass die zur Verfügung stehenden und auch ausgeschilderten Fernradwege, welche über die Republik verteilt von etlichen Institutionen ausgeschildert oder eben nicht ausgeschildert werden, gefunden und damit auch befahren werden können.
Ohne GPS sieht die Praxis so aus, das gut ein Viertel der zur Verfügung stehenden Zeit mit intensiver Suche nach dem richtigen Weg verbracht werden muss. In der Regel wissen oft sogar Einheimische nicht, wie man mit dem Fahrrad von Kleinkleckersdorf nach Grosszischt gelangt oder gar wo denn der Fernradweg in Richtung Ulm verläuft.
In den Städten wird das Auffinden oft noch durch die lebenswichtige Konzentration auf den übrigen Verkehr erschwert. Mit GPS-Unterstützung werden die Zweifel, die Orientierung betreffend, auf ein Minimum reduziert.
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Welche Ausstattung ist notwendig?
Es ist ein Empfänger zu beschaffen, die Preise fangen bei etwa 100 € an. Zu bevorzugen ist natürlich ein wetterfestes, robustes Gerät, meist etwa so groß wie ein Mobiltelefon, welches idealerweise am Fahrradlenker befestigt werden kann.Für die Planung wird eine leistungsfähige Karten-Software benötigt. Diese braucht für stressfreies Arbeiten mindestens einen Pentium-PC. Bei der Digitalisierung von Papierkarten ist ein Scanner hilfreich.
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Wie kommt man zu einer mit GPS geführten Tour?
>Zunächst muss, wie bei einer konventionellen Radtour auch, mit Hilfe von Karten der Weg geplant werden.Mit der Kartensoftware hat man die Möglichkeit eingescannte Papierkarten zu verarbeiten oder bereits digitalisierte Karten auf CD-ROM zu verwenden. Damit ist es möglich die geografischen Koordinaten der Route in Wegpunkte zu gliedern. Diese können dann wiederum mit Hilfe des PC's in den GPS-Empfänger übertragen werden. Standard-Modelle bieten Platz für 20 Routen mit je 250 Wegpunkten, die Wegpunkte können mit Namen und Symbolen versehen gespeichert werden.
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Wie fährt man mit GPS am Fahrradlenker?
Der Empfänger wird beim Start der Tour auf Empfang gestellt, nach etwa einer halben Minute hat das Gerät den momentanen Standort auf der Erdoberfläche auf wenige Meter genau ermittelt.Als nächstes wird eine der zuvor gespeicherten Routen aktiv geschaltet, das bedeutet, der Empfänger zeigt ausgehend vom momentanen Standort die zur Erreichung des ersten Wegpunktes notwendige Fahrtrichtung an. Zusätzlich wird die Entfernung zu diesem ersten anzusteuernden Punkt angezeigt. Sobald die ersten Meter gefahren sind, kann der Empfänger auch bestimmen, zu welcher Uhrzeit dieser Punkt wahrscheinlich erreicht sein wird.
Solange der Empfänger eingeschaltet und ein freier Blick an den Himmel gewährleistet ist, wird in Sekundenabständen die geografische Position neu ermittelt. So ist es möglich, die aktuelle Situation mit der geplanten, gespeicherten Route dauernd zu vergleichen. Jede Abweichung wird entsprechend dargestellt.
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Funktioniert das wirklich?
Nach vielen Testfahrten in der Umgebung, vor allem auch mit dem Mountain-Bike hier im Schwarzwald, kann die Frage mit Ja beantwortet werden. Es gibt nur wenige Stellen, sehr enge Täler oder extrem dichter Laubwald, in denen der Empfang der Satelittensignale nur eingeschränkt möglich ist.Es ist eine neue Art der Orientierung, anders als das Fahren mit Karte. Am Anfang ist es auch eine Herausforderung, denn es muss einiges an Neuland betreten werden, falls man sich nicht schon grundsätzlich mit der Navigation auskennt.
Klar ist aber auch, dass durch GPS die Papierkarte noch nicht vollständig ersetzbar ist. Grund dafür sind die noch fehlenden Möglichkeiten beliebige Kartenausschnitte im GPS-Empfänger zu speichern und anzuzeigen. Erst mit dieser Unterstützung könnte auf die normale Karte verzichtet werden. Zur Zeit werden GPS-Empfänger nur mit Stadt-Karten oder Karten der überregionalen Straßenverbindungen ausgestattet angeboten. Die für Radler notwendigen topografischen Informationen sind darin nicht enthalten.
Falls die Navigation lebenswichtig sein sollte, in der Wüste oder im Dschungel, wäre es fahrlässig sich ausschließlich auf einen funktionierenden GPS-Empfänger zu verlassen. So wird es in diesen Fällen auch in Zukunft wichtig sein, sich mit den konventionellen Orientierungsmöglichkeiten auseinander zu setzen.
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Die Zukunft?
Die Hersteller von Fahrradcomputern, gemeint sind die Teile mit denen man die Fahrdaten, wie Geschwindigkeit und Strecke ermittelt, sind bereits dabei Produkte mit integriertem GPS-Empfänger zu entwickeln. Es ist zu erwarten, das bereits in den nächsten Jahren entsprechende Modelle auf den Markt kommen. Die gleichen Hersteller werden dann auch bemüht sein, den Kunden die passenden Routendaten zu verkaufen.Die Tourismusbranche kann bezogen auf ihre eigenen Gebiete Wegführungen und GPS-Tourdaten anbieten. Denkbar wäre auch der Verleih von GPS-Geräten, jeweils geladen mit der gewünschten Tour. Aufwendige Beschilderungen können somit vermieden werden. Es können für die unterschiedlichen Ansprüche, etwa Wanderer und sportliche Mountain-Biker, Wege getrennt ausgewiesen und angeboten werden.
Die Hersteller der sogenannten Hand-Helds oder auch PDA's, das sind Mini-PC's in Brieftaschengrösse, sind ebenfalls bemüht diese mit GPS zu kombinieren. Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass Empfänger und Datenverarbeitung, auch umfangreicherer Datenbestände, siehe Fern-Radwanderung, in einem Gerät vereint sind. Auch wären die Anzeigemöglichkeiten, beispielsweise für Kartenausschnitte, besser als bei den sehr kompakten GPS-Empfängern.
Mobilfunktelefonie und GPS werden in Kürze in einer Geräteeinheit auf den Markt kommen. Hier soll jedoch der Nutzen darin liegen, mit Hilfe des GPS den Standort zu bestimmen, um diesen dann in einem Notfall automatisch bei Wahl einer entsprechenden Notfallnummer zu übermitteln.
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Literatur
Orientierung mit Kompass und GPS - Höh, Rainer
GPS Outdoor-Navigation - Höh, Rainer
Punktbestimmung mit GPS für Einsteiger - Grimm, Susanne
Praxis der GPS-Navigation - Kumm, Werner
Karte, Kompass, GPS - Kummer, Reinhard
Global Positioning System (GPS) - Hofmann-Wellenhof, Bernhard
GPS in der Praxis - Hofmann-Wellenhof, Bernhard
GPS fürBiker - Thomas Froitzheim - Bruckmann Verlag
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Links
http://www.garmin.comhttp://magellangps.com
http://www.palm.com
http://www.casio.com
handspring.com
www.reise-know-how.de
www.daerr.de
www.gpstom.de
joe.mehaffey.com
ftp-i2.informatik.rwth-aachen.de/pub/arnd/GPS/peter/index.html (FTP)
vancouver-webpages.com/peter/index.html
Auf den genannten Seiten befinden sich meist weiterführende Links
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CD-ROM-Karten
"Wandern und Radwandern"CD1 Neckar-Odenwald, CD2 Schwarzwald, CD3 schwäbische Alb-Bodensee
Landesvermessungsamt Baden-Württemberg
Topografische Karte 1:50000 mit GPS-Schnittstelle
Die Landesvermessungsämter anderer Bundesländer bieten ähnliche Produkte an.
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Hardware
GPS-Empfänger von GARMIN oder MAGELLANzurück
Software
FUGAWI Moving Map Software for GPS ReceiversBeinhaltet die Möglichkeit eigene, gescannte Karten zu verwenden und einzumessen.
http://adfc-bw.de/#top


