Codierung unterstützt Diebstahlschutz

Wer sein Fahrrad codieren lässt, schlägt Langfinger in die Flucht. Denn ohne Eigentumsnachweis kommt man damit nicht weit: Die Codierung zeigt sofort, wem das geklaute Rad wirklich gehört. Das Prinzip ist simpel: Eine Graviermaschine bringt auf dem Rahmen einen persönlichen Code an. Er besteht aus einer individuellen Ziffern- und Buchstabenkombination. Sie setzt sich aus Kfz-Ortskennzeichen, Straßenschlüssel (aus dem Einwohnermeldeamt) sowie den Eigentümer-Initialen zusammen.

So ist der Code z.B. BAD00012345001XY06 aufgebaut:
-          polizeiliches Kennzeichen (BAD oder RA)
-          3 Stellen Gemeindeschlüssel (000)
-          5 Stellen Straßenschlüssel (12345)
-          3 Stellen für die Hausnummer (001)
-          2 Stellen Initialen des Eigentümers (XY)

Der Vorteil: Polizei oder Fundamt erkennen per Code sofort den Eigentümer und können ihn im Diebstahlfall informieren - ohne Rückgriff auf Datenbanken. Die Rahmennummer der Fahrrad-Hersteller allein kann so etwas nicht. Sie wird vom Hersteller ohne jegliches System eingestanzt.

Der ADFC Fachausschuss Technik, AG Codierung, macht es jetzt noch leichter, den richtigen Code zu finden. Er hat rund eine Million Straßenkennziffern gesammelt und in einer Datenbank aufbereitet. ADFC Gliederungen und codierende Fahrradhändler können diese jetzt nutzen.

Unter http://www.fa-technik.adfc.de/Codierung/fein.pl ist ein Codegenerator aufrufbar, mit dem jeder seinen FEIN-Code abfragen kann. Somit sind künftig Fahrradhändler und ADFC-Gliederungen in der Lage, auch Fahrräder zu codieren, deren Besitzer nicht im direkten Einzugsgebiet der Händler oder ADFC-Gruppe leben.

Selbstverständlich wird die Dechiffrierung ausschließlich der Polizei möglich sein, die dafür ein entsprechendes Programm erhält. Dieses wird auch veraltete Straßenkennziffern entschlüsseln können, soweit diese dem FA Technik bekannt sind.

Dies ist ein Meilenstein im Bemühen des ADFC, eine weitgehend einheitliche Wertsachencodierung in Deutschland anzustoßen und den interessierten Gliederungen die Arbeit der Codebeschaffung größtenteils abzunehmen. Denn nicht nur Fahrräder können mit FEIN codiert werden, sondern auch Laptops, Handies u.a..

Die Codierung wird auf die rechte Seite (Kettenseite) des Sattelrohres ca. 0,1-0,2 mm tief in das Metall des Fahrradrahmens eingraviert. Zum Korrosionsschutz und zur besseren Erkennung wird sie mit einem Aufkleber mit Sichtfenster abgedeckt. Nicht möglich ist eine Codierung bei Carbon- oder extrem dünnwandigen Rahmen, sowie bei einigen Sonderrahmenkonstruktionen.

Um Missbrauch zu vermeiden ist es erforderlich zur Codierung einen Personalausweis und einen Eigentümernachweis (z.B. Kaufvertrag) mitzubringen. Der ADFC behält es sich vor, bei Zweifeln am rechtmäßigen Besitz eines Fahrrades die Codierung abzulehnen.

Da für eine Codierung 10 bis 15 Minuten benötigt werden, kann es schnell zu Wartezeiten kommen. Wir bitten darum neben guter Laune auch zusätzlich etwas Geduld mitzubringen.

Die Codierung kostet 10 Euro, für ADFC-Mitglieder 5 Euro. Wer neu ADFC-Mitglied wird, kann die Codierung als Einstiegsgeschenk erhalten.

Jedes Jahr sind wir mit unserer Codierung vertreten auf

  • Gebrauchtradbörse Zweirad-Weis Bühl
  • Radlbörse Volksbank Baden-Baden
  • Radlbörse Volksbank Rastatt
  • Bauernmarkt Bühl
  • Tour de Gaggenau 

Die aktuellen Termine sind in der Terminübersicht mit C gekennzeichnet und werden in der Tagespresse bekanntgegeben.

Weitere Infos gibt es unter www.adfc.de/Technik/Diebstahl/Vorbeugen/Fahrrad-Codierung/Fahrrad-Codierung

Der Code kann ermittelt werden mit dem Codegenerator auf www.fa-technik.adfc.de/Codierung/fein

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